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HoffnungsBAUer

Bauen für die Hoffnung – Tagebuch aus Rumänien

Blog

Seit April 2023 sind wir Landmarken „HoffnungsBAUer“ und damit Teil der Initiative von Habitat for Humanity, die Unternehmen aus der Bau- und Immobilienbranche zusammenbringt, um sich für Menschen in Not einzusetzen. Die Vision: Alle Menschen sollen ein sicheres, nachhaltiges und erschwingliches Zuhause erhalten.

Nachdem schon im vergangenen Jahr zwei unserer Kollegen für uns in Warschau waren, um Wohnraum für ukrainische Geflüchtete zu schaffen, waren nun unsere Kollegen Benedikt Schlicht und Peter Eichelmann im rumänischen Zemeş. In einer der ärmsten Regionen Europas halfen sie dabei mit, ein neues Doppelhaus für zwei bedürftige Familien zu errichten. Peter Eichelmann – im realen Leben kaufmännischer Projektleiter bei Landmarken – hat für uns seine Erfahrungen festgehalten.

Info: Wohnsituation in Rumänien

Die Wohnsituation in Rumänien gehört zu den schwierigsten innerhalb der EU: 5,5 Millionen Menschen benötigen Renovierungen, über 41 Prozent leben in überfüllten Verhältnissen und 21 Prozent haben keinen Zugang zu einem Badezimmer mit fließendem Wasser. In der Gemeinde Zemeş im Bezirk Bacău lebt über ein Drittel der Erwachsenen in relativer Armut.

Tagebuch

Inhalt

Tag 1

Flug nach Bukarest und Ankunft in Zemeş

"Benedikt und ich sind sicher in Rumänien angekommen und haben es gut angetroffen. Unsere Gruppe setzt sich zusammen aus neun Freiwilligen sowie Eda von den HoffnungsBAUern aus Köln und Viktor, dem lokalen Koordinator.

Die Baustelle ist die best-organisierte Baustelle, die ich kenne. Saubere Toiletten, Waschplätze, Aufenthaltsbereiche und eine gut ausgestattete Teeküche sind vorhanden. Vor Ort haben wir die lokalen Handwerker und die Familien, die später einziehen, kennengelernt. Die Partner-Familien packen beim Bau der Häuser intensiv mit an.

Der Rohbau des Doppelhauses (Betonfundament, Holzrahmenbauweise, Dach mit Ausbaupotenzial) wurde bereits bereits in der vergangenen Woche von einer 45 Personen starken Gruppe errichtet. Um das Haus soll ein Betongehweg erstellt werden. Benedikt und ich haben heute mitgeholfen, den Bereich freizulegen, Schalungen zu bauen und zu montieren und die Armierung vorzubereiten. Morgen wird der Beton gemischt und eingefüllt. Darüber hinaus haben wir geholfen, die Wände im Inneren mit Gipskarton zu verkleiden und die Unebenheiten zu verspachteln."

Tag 2

Nach getaner Arbeit

"Platt und müde liegen Benedikt und ich auf unseren Betten. Vormittags haben wir Gipskartonplatten überkopf an der Decke montiert. Ein Job, der nur im Team gelingt. In der zweiten Tageshälfte haben wir Beton gemischt.

Drei Eimer Wasser, 2 Säcke Zement und 50 Schaufeln Sand-Kies ergeben vier Schubkarren Beton, die verteilt werden, um den Weg um das Haus zu erstellen. Unzählige Male haben wir dies wiederholt. Die Stimmung ist gut, wir reden und lachen viel gemeinsam. Jetzt machen wir das Licht aus."

Tag 3

Die Glieder werden schwer

"Den ganzen Tag haben Benedikt und ich Gipskartonplatten ins Haus getragen, zurechtgeschnitten und an die Wand geschraubt. Beide sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir unsere berufliche Zukunft nicht im Gewerk Trockenbau sehen."

Tag 4

Müde Knochen, große Freude

"Wir biegen auf die Zielgerade ein, morgen ist unser letzter Arbeitstag hier in Zemes.

Heute Morgen fiel uns der Start in den Tag recht schwer. Die ungewohnte körperliche Arbeit hinterlässt ihre Spuren. Verspannt und mit Muskelkater vom Vortag schälen wir uns aus dem Bett und schleppen uns zum Frühstück und anschließend zum Bus.

Auf der Baustelle angekommen, steigen die Motivation und die Stimmung schlagartig. Die Partner-Familien empfangen uns und freuen sich über unsere Unterstützung. „Hoffnung bauen“ – aus diesem Grund sind wir hier. Es erfüllt uns mit großer Zufriedenheit. Schon wird die Arbeit wieder leichter.

Heute standen das Ausschalen der Betonarbeiten, Abdichten des Sockels und Aufräumen auf dem Programm. In der Mittagspause sind Benedikt und ich ein wenig durch das angrenzende Wohnviertel geschlendert.

Die Straßen bestehen aus Schotter-Pisten. In der Regel haben die eingeschossigen Gebäude eine Wohnetage, das hohe Walmdach wird als Lagerfläche genutzt. Häufig befindet sich die Toilette und ein Hühnerstall im Garten. Viele der sehr einfachen Wohnhäuser scheinen leer zustehen. Sehr viele Rumänen – auch Leute aus diesem Teil des Landes – arbeiten im Ausland. Es wirkt alles sehr trostlos."

Tag 5

Emotionaler Abschied

"Unsere Arbeitswoche in Zemes endet mit einer kleinen Abschiedsfeier. Es gibt Kuchen und alkoholfreien Sekt. Neben Victor, dem lokalen Koordinator von „Habitat for Humanity“, hält Michail, einer der Väter der beiden Partnerfamilien, eine kurze Rede. Für ihn ist es ein sehr emotionaler Moment. Bis jetzt wohnt er mit seiner vierköpfigen Familie bei Verwandten in einer kleinen Wohnung. Michail bedankt sich für unseren Einsatz. In wenigen Wochen kann er mit seiner Familie das neue Haus beziehen.

Für Benedikt und mich geht es morgen wieder Richtung Heimat. Dankbar für die Erfahrung, aber auch für die Erkenntnis, wie gut es uns selbst eigentlich geht, freuen wir uns auf zu Hause. Wir hatten eine tolle, arbeits- und erfahrungsreiche Zeit in Rumänien und haben viele nette Menschen kennengelernt."

Videoeindrücke

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Nachhaltigkeit bei Landmarken

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Bei Landmarken ist Nachhaltigkeit ein Teil unserer Unternehmenskultur. Wir sind bestrebt, bei allen unseren Projekten ein Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung zu schaffen. Hierfür haben wir Ziele, Strategien und Maßnahmen festgelegt.

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    Für jeden Menschen ein Zuhause

    Habitat for Humanity hat eine Vision: Eine Welt, in der jeder Mensch ein würdevolles Zuhause hat. Die Initiative hat bereits zahlreichen Menschen ein sicheres Zuhause gegeben.

    Wir bei Landmarken AG schließen uns dieser wichtigen Mission an und unterstützen die Initiative „HoffnungsBAUer“ von Habitat for Humanity Deutschland. Denn jeder hat das Recht auf ein Dach über dem Kopf – und wir wollen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

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    „Müll so weit das Auge reicht –Bilder, die einen nicht mehr loslassen.“ So beschreibt Clemens Feigl die Eindrücke, die er und sein Team im Februar und März in Bosnien verarbeiten mussten.

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