Die Aachener tetys GmbH & Co. KG hat sich für das SmartLog 3 entschieden und ist im Frühjahr ins smarteste Gebäude der Stadt gezogen. Wir haben mit Janina Keuters, geschäftsführende Gesellschafterin des Familienunternehmens, gesprochen.
Frau Keuters, tetys ist ein „Hidden Champion“. Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?
Janina Keuters: Wir entwickeln effiziente und nachhaltige Softwarelösungen für die fertigende Industrie. So schaffen wir digitalisierte Prozesse, automatisierte Abläufe und vernetzte Entscheidungswege – bei allen Schritten von der Ressourcenplanung über die Fertigung und qualitätstechnische Abnahme in der Halle bis hin zum Beladen der Lkws.
Wer sind Ihre Kunden?
Janina Keuters: Größtenteils sind das mittelständische Unternehmen, aber es gehören auch einige Konzerne zu unserem Firmenportfolio, auch internationale. Wir sind mittlerweile schon fast 50 Jahre am Markt und sind mit einigen langjährigen Kunden mitgewachsen.
„Ich finde es wichtig, raus aus der Komfortzone zu kommen, um etwas Neues zu schaffen.“
Janina Keuters, geschäftsführende Gesellschafterin bei tetys GmbH & Co. KG
Sie sind sehr innovationsgetrieben. Gibt es Institute an der RWTH Aachen University, mit denen Sie zusammenarbeiten?
Janina Keuters: Unser Unternehmen ist aus dem Institut für Kunststoffverarbeitung heraus gegründet worden. Hier gibt es bis heute enge Kooperationen. Seit zwei Jahren arbeiten wir auch mit dem Institut für Textiltechnik zusammen. Der Bereich Smart Logistik ist für uns auch interessant, weil es in großen Produktionshallen logistische Herausforderungen gibt. Auch Intralogistik-Prozesse spielen eine wichtige Rolle. Wir liefern dafür passende Lösungen.
Da passt es, dass Sie gerade ins SmartLog 3 gezogen sind, unseren Neubau für das Cluster Smart Logistik. Wo sehen Sie die Mehrwerte Ihres neuen Head Offices auf dem Campus?
Janina Keuters: Ein großer Mehrwert für uns sind Netzwerke. Zum einen haben wir hier im SmartLog 3 flexible Flächen mit schönem Ambiente, um eigene Veranstaltungen zu machen, zum Beispiel Anwendertreffen mit Kunden. Zum anderen arbeiten wir im Innovationsbereich viel mit Forschungsinstituten zusammen. Hier am Campus schaffen wir gemeinsam Know-how, um die richtigen Impulse zu setzen und einen Mehrwert für die deutsche Wirtschaft zu stiften.
Sie haben sich bewusst auch für eine deutlich höhere Miete als im bisherigen Bestand entschieden.
Janina Keuters: Ja, weil ich die Chancen sehe. Ich finde es wichtig, raus aus der Komfortzone zu kommen, um etwas Neues zu schaffen. Man gewinnt keine Energie, wenn man nur darauf achtet, die Kosten minimal halten. Seit ich unternehmerisch tätig bin, lege ich sehr großen Wert auf das Arbeitsklima. Ich will, dass man gerne ins Büro kommt, dass sich die Leute wohlfühlen. Aber auch, dass jeder seine Aufgaben so machen kann, wie es seinen Stärken entspricht.
„Seit ich unternehmerisch tätig bin, lege ich sehr großen Wert auf das Arbeitsklima. Ich will, dass man gerne ins Büro kommt."
Janina Keuters, geschäftsführende Gesellschafterin bei tetys GmbH & Co. KG
Und die Räume können dabei helfen?
Janina Keuters: Wenn ich ins Büro komme, dann möchte ich mit den Leuten interagieren – und zwar nicht, indem ich in der Bürotür stehe, sondern indem ich in einen guten Austausch und ein ganz anderes Miteinander komme. Das geht bei uns. Wir haben bewusst nicht auf Open Space gesetzt, da unsere Entwickler ja konzentriert arbeiten müssen. Aber wir haben uns für Flex-Arbeitsplätze entschieden, die ein anderes Miteinander erzeugen. Dazu haben wir einen Raum für agiles Arbeiten und bewusst auch viele Sozialräume für ein gutes Miteinander.
Das heißt, Ihre Entscheidung für das SmartLog 3 würden Sie genauso wieder treffen?
Janina Keuters: Ich treffe grundsätzlich viele meiner unternehmerischen Entscheidungen stark nach dem Bauchgefühl. Und hier habe ich ein sehr, sehr gutes.
AUCH HALBLEITER-SPEZIALIST IST DABEI
Die smartesten Arbeitswelten der Stadt ziehen weitere smarte Nutzer an: Auch die Astera Labs Germany GmbH zieht ins SmartLog 3. Der Spezialist für Halbleiter- und Konnektivitätslösungen hat bereits Ende Februar 2.230 m² Mietfläche im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss übernommen und baut diese zurzeit aus.
Astera Labs, ein global tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in San Jose, USA, entwickelt Hochgeschwindigkeitslösungen, die den Datentransfer in Rechenzentren optimieren. Ende 2025 hatte das Unternehmen die in Aachen gegründete aiXscale Photonics GmbH übernommen, ein Spin-off aus dem Institut für Integrierte Photonik der RWTH Aachen.