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Rahmenplan – Aufbrechen der Geschlossenheit

Landmarke No34

Das C-WERK-Areal ist eines der größten zusammenhängenden Entwicklungsgebiete im innerstädtischen Bereich von Aachen. Hier wollen wir die einmalige Chance nutzen, ein bislang geschlossenes Industrieareal zu öffnen und in ein zukunftsorientiertes Quartier für Gewerbe, Produktion, Büro, Sport, Freizeit und Gastronomie zu transformieren.

Inhalt

Status Quo: Die Überwindung der industriellen Barriere

Der Rahmenplan – abgestimmt mit der Stadt und eingebettet in die Gesamtentwicklung des Stadtteils Rothe Erde – bildet die Grundlage für eine schrittweise Umstrukturierung, die eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung ermöglicht. Ziel ist es, einen vielfältigen, lebendigen Standort zu schaffen, der auf neue Formen des Arbeitens, Produzierens und Forschens reagiert.

Das C-WERK wird zum Ort der Innovation und Kooperation. Ein urbaner Gewerbestandort, der die Verbindung von Industrie, Handwerk, Kreativwirtschaft und Büroflächen in einer nachhaltigen Quartiersstruktur neu interpretiert – ein lebendiger, durchmischter Ort für Gewerbe, Produktion und Büro. Um das Quartier attraktiver für die Mieter zu machen, werden Sport-, Freizeit- und Gastronomieangebote von Beginn an mitgedacht und mitentwickelt.

Mit der guten ÖPNV-Anbindung, neuen Wegen für Fußgänger und Radfahrer sowie einer klar gegliederten Erschließung für Lkw und Pkw entsteht ein robustes, flexibles und zukunftsfähiges Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität.

Erste Schritte und gezielte Impulse

→  Minimale Eingriffe, um das Areal zu öffnen und sichtbar zu machen.

→ Erste Bestandsumwandlungen: Entrée, Büros, Handwerkerhöfe.

→ Bestehende Hallen werden weiterhin genutzt und durch neue Flächen ergänzt.

→ Parallel entstehen leistungsfähige Infrastrukturen wie Netzübergabepunkt, Wärmeversorgung, Batteriespeicher und Turbine

Die einzelnen Phasen

→ Das Areal wird räumlich erweitert und neu vernetzt. Attraktive Zugänge, klare Wegeführungen und neue Sichtbeziehungen stärken die Anbindung an das Umfeld, während der laufende Betrieb uneingeschränkt gesichert bleibt.

→ Sichtbarer Wandel: Weitere Rückbauten schaffen großzügige Freiräume für innovative Neubauten und flexible Zwischennutzungen.

→ Abschließend: weitere Verdichtung, Strukturierung und Ergänzung.

Das Ergebnis ist ein modernes, energieeffizientes Gewerbequartier mit klaren Adressen, hoher Aufenthaltsqualität und optimaler Vernetzung – ein dynamischer Standort, der Arbeiten, Produzieren und Innovation zukunftsweisend vereint.

Die Transformation des C-WERKs bewahrt die historische Atmosphäre und prägnante Elemente, wo immer es möglich ist. Zugleich wird Raum für Neues geschaffen. Durch den behutsamen Umgang mit der industriellen Substanz entsteht ein Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Erneuerung, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfinden.

Prägende Elemente wie Schornsteine und Ziegelarchitektur bleiben als wichtige Identitätsträger erhalten. Zugleich werden Strukturen aufgebrochen, neue Wege und Plätze geschaffen – als wichtige Impulse für die neue Identität des Standorts.

„Das C-WERK ist mehr als nur ein Gewerbestandort. Wir schaffen einen Raum, der Unternehmen, Mitarbeitende und die lokale Gemeinschaft zusammenbringt – lebendig, innovativ und zukunftsweisend.“

Julia Hesse, Geschäftsführerin The Urban Village GmbH

Die Verkehrsströme am C-Werk

Die Verkehrsströme durch das C-WERK werden klar getrennt und intelligent aufeinander abgestimmt. Ein durchgehender Lkw-Loop ermöglicht die vollständige Umfahrung des Areals und gewährleistet eine effiziente, konfliktfreie Logistik für Anlieferung und Produktion – auch während der Transformationsphasen und im laufenden Betrieb. Parallel dazu sorgt ein eigenständiges Pkw-Erschließungsnetz für eine gute Anbindung der einzelnen Baufelder mit kurzen Wegen und klaren Zufahrten. Vor allem aber stärkt das C-WERK, das hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist, eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.

Das bestehende Wegenetz für Radfahrende und Fußgänger wird neu gedacht und konsequent in die städtebauliche Struktur integriert. So führt eine neue Fahrradverbindung direkt durch das Quartier und verknüpft es mit dem Stadtteil sowie dem Vennbahn-Premiumradweg. Großzügige Fußwege sorgen für eine gute Erreichbarkeit aller Gebäude und öffentlichen Räume. So wird der motorisierte Verkehr reduziert und eine lebendige, urbane Atmosphäre gefördert.

Es wird ein Pilotstandort für die Energiewende

Das C-WERK kann zum Vorbild für eine zukunftsfähige klimafreundliche Energiestruktur werden. Schon jetzt ist klar, dass die Stadtwerke Aachen (Stawag) Anfang nächsten Jahres auf dem Gelände eine wasserstofffähige Gasturbine errichten werden. Die Bauvorbereitung läuft bereits. Ebenfalls auf dem Areal realisiert das Aachener Start-up Voltfang einen Großbatteriespeicher, eventuell sogar in einem Joint Venture mit der Stawag und dem C-WERK. Der Speicher ergänzt das Nutzungskonzept des C-WERKs, auf dessen Hallendächern auch PV-Anlagen zur örtlichen Stromversorgung installiert werden, um eine zukunftsorientierte Energiekomponente.

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